Je älter wir werden, desto wichtiger wird die Zeit!

Warum vergeht die Zeit eigentlich schneller, je älter man wird?

Oder kommt es nur mir persönlich so vor???

Da freut man sich die ganze Woche auf das Wochenende, um endlich mal etwas (mehr) Zeit zu haben, und ruckzuck ist schon wieder Montag.

Dann schleppt man sich Morgen für Morgen aus dem Bett, trottet ins Büro, fristet dort seinem grauen Büroalltag, erledigt abends noch das ein- oder andere Alltagsübel, geht abends ins Bett und wabert so durch die Woche … Tag für Tag, Abend für Abend … immer das gleiche Spiel, der gleiche Trott.

Und eigentlich müsste sich dieser Alltagstrott auf Grund mangelnder Erlebnisse und wenig Neuem doch hinziehen wie Kaugummi … tut er aber nicht!

Denn auch diese Tage, Wochen, Monate und am Ende sogar Jahre verfliegen – und zwar gefühlt schneller, je älter man wird.

Das ist doch paradox!

Aber ist es einfach nur die Gewohnheit, die uns heute eine Zeitspanne kürzer erscheinen läßt? Oder ist es der Job, die Verpflichtungen, das Pensum insgesamt oder einfach das ganze Paket aus Pflichterfüllung und Zwängen im Allgemeinen?

Vermutlich von allem etwas …

… denn früher kamen uns die Tage, Wochen und Monate gefühlt doch auch viel länger vor – ohne, dass sie es de facto eigentlich waren. Denn auch „damals“ hatte eine Woche nur 7 Tage und auch ein Jahr war nach 365 Tagen zu Ende!

Heute dagegen vergeht manchmal ein ganzes Jahrzehnt bei dem wir uns am Ende fragen, wo die Zeit eigentlich „hingerannt“ ist. Und zu dem uns auch im Nachhinein nicht viel einfällt, was uns aus dieser Zeit noch großartig in Erinnerung ist.

Bei jungen Menschen ist das nicht so!

Denn fragt man heute einen 25-jährigen, was er die letzten 10 Jahre (!) so alles erlebt hat … dann kommt da unter Umständen schon einiges zusammen.

Wir dagegen dümpeln so vor uns hin und lassen die Zeit oftmals einfach nur „verfliegen“ als hätten wir unendlich viel davon …

während junge Menschen tatsächlich i.d.R. noch viel (Rest)-Zeit haben und das auch genauso empfinden.

Muss das so sein? Und DARF das vor allem so sein?

Wann haben wir unser Recht auf ein reelles Zeitempfinden eigentlich verloren? Und was können wir tun, um die Zeit aufzuhalten?

Wir können sie ja schließlich nicht einfach so anhalten oder uns – je nach Bedarf – mal eben einfach so welche dazukaufen. UND wir haben leider auch nur wenig Einfluss darauf, wie viel Zeit uns letztendlich überhaupt noch verbleibt.

Wäre es – speziell unter diesem letzten Gesichtspunkt – dann nicht umso wichtiger, unsere Zeit, je älter wir werden, intensiver und bewußter zu erleben?

JA!!!! Definitiv!

Denn je mehr Zeit wir „verfliegen“ lassen, desto mehr verlieren wir auch den Kontakt zu uns selbst und desto größer ist der Wunsch nach Glück.

Glück, welches wir dann verzweifelt in winzigen Auszeiten, Shopping-Marathons oder irgendwelchen Adrenalin steigernden Aktivitäten suchen, dazwischen gepresst zwischen Alltagstrott, Verpflichtungen und Zwängen.

Getreu nach dem Motto: „Koste es was es wolle, das muss jetzt einfach mal sein, das habe ich mir redlich verdient – mein Leben kann ja nicht nur aus „essen, schlafen, arbeiten – repeat“ bestehen.

Neee, das kann es wirklich nicht! Und muss es auch nicht.

Den Alltag kann man nicht ausschalten – soviel steht fest!

Aber auch junge Menschen haben ihren Alltag – und trotzdem ein anderes Zeitempfinden.

Und sie ERLEBEN was und haben dennoch ausreichend Zeit zum Chillen – während uns dagegen schon manchmal die Luft zum Atmen fehlt.

Deshalb müssen wir uns die Zeit, die uns am Ende unseres Lebens auch niemand mehr „d’ranhängen“ wird, – JETZT – einfach nehmen und jeden Augenblick einfach bewußter leben, wieder lernen, den Moment zu geniessen und auch einfach mal ein paar Aktivitäten auf die Woche verteilen.

Denn nirgends steht geschrieben, dass Restaurant- oder Kinobesuche nur am Wochenende sein dürfen oder, dass man ab einem bestimmten Alter abends nicht auch einfach mal so weggehen darf. Früher haben wir das doch auch gemacht … und mussten am nächsten Morgen danach auch aufstehen.

Heute sind wir am Tag danach dann zwar vermutlich hundemüde, aber was soll´s … für den routinierten Alltag wird es ja wohl noch reichen und hin- und wieder mal davon auszubrechen schadet bestimmt niemandem und kann – im Nachhinein – maximal zu schönen Erinnerungen führen … an die wir uns dann nach 10 Jahren bestimmt gerne zurückerinnern.

Und an die Müdigkeit von „damals“ dann garantiert auch 🙂

Ich persönlich habe dann lieber ein paar Erinnerungen mehr, ein paar Stunden Schlaf weniger und eine Menge gefühlter Zeit mehr  🙂

 

Verfasst von

Mein Faible für alte Immobilien, Interior (speziell Industrial) sowie Redesign und Reisen hat mich bewogen diesen Blog ins Leben zu rufen. Ihr werdet hier zukünftig also über alles Mögliche lesen ... größtenteils natürlich über das Leben, welches mich 24/7 begleitet :-)

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