Ommmm … oder warum YOGA eben kein Hokuspokus ist.

Bei mir fing es vor ca. 2-3 Jahren an …

Atemnot – selbst im ruhigen Liegen, dadurch dann Panikattacken, weil ich dachte, mich würgt jemand oder drückt mir den Hals zu, Schlafstörungen und eine permanente innere Unruhe.

Und das ganze über Monate – ohne, dass ich mir eine Ursache dafür erklären konnte.

Also, ab zum Hausarzt und einmal den Komplettcheck bitte! Ergebnis: Ohne Befund!

Es vergingen also wieder Wochen und Monate – die Symtome blieben und ich wurde immer panischer …

… und fing an zu recherchieren!

Google kam dann auch sehr schnell zu einer Diagnose, die mich allerdings auch nicht gerade aufbaute, denn ich hatte einfach ALLES! Und im Grunde genommen fehlte nur noch die Attestierung über meinen Tod.

Tja, so kann es gehen, wenn man das Internet befragt. Sollte man echt nicht tun! Außer,  man hat mit dem Leben sowieso schon abgeschlossen und braucht lediglich nur noch das finale O.k. – „Ironie aus“!

Ich bin dann also nochmals zu einem Hausarzt, dieses Mal jedoch zu einem anderen, was an der Diagnose allerdings auch nichts änderte, denn auch dieser konnte nichts feststellen, schickte mich aber zumindest noch zu einem HNO-Arzt weiter und gab mir eine Überweisung für die Röhre. Sicher ist sicher!

Die Diagnose beim HNO-Arzt war dann ebenfalls ohne Befund, identisch zu der vom Radiologischen Institut.

Aber meine Symtome waren nach wie vor da – mal schlimmer und mal besser.

Und – wir hatten mittlerweile schon geschlagene 1,5 Jahre später – was zum einen daran lag, dass ich nicht permanent zu Ärzten renne, weil ich auch zu Hause einige Zeitschriften-Abo´s habe und auch meine sozialen Kontakte nicht in irgendwelchen Wartezimmern pflegen muss. Ein weiterer Grund für die große Zeitspanne lag aber auch tatsächlich schlicht und ergreifend in den Wartezeiten für einen Termin bei einem Facharzt, der bedauerlicherweise teilweise Monate gedauert hat.

Hatte ich eigentlich schon erwähnt das ich „Kassenpatient“ bin oder wie es auch so schön heißt: „gesetztlich versichert“?

Das Resultat nach 4 Arztbesuchen war also immer noch nichtssagend, da keine Diagnose gestellt werden konnte. Zusammenfassend wurde ich sogar als „organisch kerngesund“ bezeichnet. Na wenigstens etwas! Google hatte also völlig Unrecht! 😉

Nichtsdestotrotz konnte mit mir ja dennoch irgendetwas nicht stimmen, denn ich hatte ja immernoch diese Symtome, auch wenn keiner wußte warum.

Also war mein nächstes Ziel der Heilpraktiker, dem ich schon direkt zu Beginn des Termins von meiner bisherigen Odysee erzählt hatte, einfach um nicht erneut mit den ganzen Check-up´s von vorne anfangen zu müssen. Es kostet ja auch alles Geld – und in diesem Fall leider sogar mein eigenes – direkt aus meinem Portemonaie.

Der Heilpraktiker kam dann auch sehr schnell zu seiner Diagnose: „Psychosomatische Störung“ (stressbedingt) und empfahl mir „YOGA“. Keine Pillchen oder sonst was – nein, einfach nur Yoga.

Ich muss bei der Auswahl seiner Medikation wohl ziemlich blöd geguckt haben, denn er fing sofort an mir die Vorzüge von Yoga zu erläutern.

Überzeugen konnte er mich damit allerdings nicht, denn ich hielt das Ganze schlicht und ergreifend für Hokuspokus und hatte mir eigentlich eine andere (seriösere?) Behandlungsmethode erhofft.

Aber wie es das Schicksal wohl so wollte: Ein paar Tage später las ich dann zufällig einen Artikel über Yoga, Meditation, Tiefentspannung etc. und vor allem über deren WIRKUNG auf das Allgemeinbefinden.

Tja … und was soll ich sagen: Ich habe es tatsächlich probiert und mich zu einem 10-wöchigen Yogakurs angemeldet. 1x wöchentlich 120 Minuten, mit Wolldecke, Wollsocken, Yogamatte und eben allem was so dazugehört.

Der erste Abend war … naja … anders als erwartet, etwas befremdend, aber irgendwie auch positiv – im Sinne von: so schlimm ist es ja eigentlich gar nicht 🙂

Woche 2 war dann schon etwas besser, auch wenn ich mich mit den Tönen beim „OMMMMM“ noch etwas sehr schwer getan habe (und mir dabei auch ziemlich albern vorkam).

Nachdem ich dann in Woche 3 schon zum dritten Mal den Hund, die Kaulquappe, den Schmetterling, Katze, Kuh und das Krokodil geübt hatte, wurde sogar das immer besser und mir war plötzlich egal, wie „bescheuert“ diese Übungen eigentlich für einen Außenstehenden aussehen mussten. Und, nachdem ich dann nachts auch noch zum ersten Mal seit gefühlten Lichtjahren endlich wieder selig schlummernd durchschlafen konnte, war ich von der „heilenden“ Wirkung des Yogas restlos überzeugt.

Seitdem mache ich einen solchen 10er-Kurs jetzt schon zum wiederholten Male, fühle mich tausendmal besser als je zuvor, habe keine Atemnot und Panikattacken mehr und bin innerlich nach jeder Yogaeinheit tatsächlich tiefenentspannt.

Es klingt verrückt, aber mir hat Yoga tatsächlich geholfen meine Symtome nicht nur zu lindern, sondern komplett zu beseitigen. Und ich hätte es NIEMALS geglaubt, wenn ich es nicht am eigenen Körper erfahren hätte.

Natürlich muss man sich auch darauf einlassen können – sonst zeigt sich die Wirkung vermutlich nicht. Aber auch ich hatte ja am Anfang arge Skepsis und hielt – um ehrlich zu sein – gar nichts von Yoga und diesem ganzen Schnickschnack.

Auch heute bin ich noch kein totaler „Yogi“ und mache meine Asanas auch ausschließlich nur in den Kursen, aber nie zu Hause.

Aber ich merke schon, dass mir irgendwas fehlt, wenn zwischen 2 Kursen mal eine längere Pause ist, weil z.B. Sommerferien sind oder so. Glücklicherweise habe ich für diese Zeiten jetzt eine CD mit Yoga Nidra entdeckt – das ist zwar nicht zu vergleichen mit den Asanas in einem Yin-Yoga-Kurs, aber man kann dabei einfach ganz entspannt auf dem Bett liegen und muss sich noch nicht einmal regen. Was will man mehr? Und außerdem ist es ja auch nur eine Überbrückung bis zum nächsten Kurs.

Apropo nächster Kurs …

Ich weiß nicht, ob ich mir nicht vielleicht sogar ein Meditationskissen, etc. zulegen würde, wenn absehbar wäre, dass meine Lieblings-Yoga-Lehrerin ihre Kurse einstellen würde. Oder, zu welch abstrusen Überlegungen ich dann vielleicht noch alles kommen würde?

Nun ja, ich bin überzeugt davon, dass meine Familie größere Auswirkungen dann sofort im Keim ersticken würde und eine solche „Gefahr“ insofern erst gar nicht besteht.

Gestern wollte ich schon meinen Mann zu einem einzelnen Yoga-Workshop über 90 Minuten mitschleppen, aber er hat bereits im Vorfeld dankend abgelehnt.

Das muss man akzeptieren – er ist halt (noch) nicht so weit 🙂

Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich arbeite auf jeden Fall dran!

In diesem Sinne: NAMASTÉ!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verfasst von

Mein Faible für alte Immobilien, Interior (speziell Industrial) sowie Redesign und Reisen hat mich bewogen diesen Blog ins Leben zu rufen. Ihr werdet hier zukünftig also über alles Mögliche lesen ... größtenteils natürlich über das Leben, welches mich 24/7 begleitet :-)

Ein Kommentar zu „Ommmm … oder warum YOGA eben kein Hokuspokus ist.

  1. Ich kann deine Erfahrungen nur bestätigen. Bereits in jungen Jahren hatte ich Asthma und Herzrhythmusstörungen und hatte zum Glück eine Hausärztin, die (nach Abklärung anderer möglicher Ursachen) mir autogenes Training verschrieb. Das inspirierte mich dann, allgemein mehr in Richtung Selbsthilfe zu schauen, es kam Yoga hinzu, Ernährungsveränderungen etc. und heute bin ich meinem Körper für die Atemnot von vor 30 Jahren unendlich dankbar, denn sie führte mich zu sehr schönen, interessanten Erkenntnissen und Erfahrungen, die ich ohne diese Not vielleicht nicht entdeckt hätte 🙂

    Yoga begleitet mein Leben seither, mal regelmäßiger und mal pausierender 😉 mal im Kurs, mal als ganzen Urlaub, meistens jedoch zuhause: mein Tipp, wenn zuhause die Motivation fehlt, weil es mit Anleitung doch gerade schöner ist: Yoga-DVDs oder Online-Kurse.

    Dir weiterhin viel Spaß beim achtsamen Entspannen und alles Gute!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s