Warum sich manchmal auch Donnerstag, der 30te wie Freitag, der 13te anfühlen kann …

Heute ist nicht mein Tag – definitiv nicht …

Das ganze Drama fing eigentlich schon heute morgen, beim Aufstehen an – oder besser gesagt: Beim Schockerwachen, denn ich hatte gnadenlos verschlafen.

Also schnell ab ins Bad, um danach festzustellen, dass der Kleiderschrank leider gar nichts mehr hergab – was auch nur halbwegs tragbar gewesen wäre und man somit gnadenlos daran erinnert wurde, dass man eigentlich schon am letzten Wochenende eine Bügelorgie auf der Agenda stehen hatte … die man aber dann auf Grund chronischer Unlust dezent auf gestern verschoben hatte, was dann wiederum irgendwie auch nicht funktioniert hat.

Aber o.k., nach längerem Rumsuchen hatte ich dann doch noch irgendetwas zum Anziehen gefunden und war zumindest einigermaßen „bürotauglich“. Und ich muss die Betonung hier wirklich auf „einigermaßen“ legen, denn so richtig wohl fühlte ich mich nicht. Naja, … zumindest sah meine Frisur ganz ok aus, ws die Stimmunghob und die restliche Erscheinung wenigstens etwas aufpeppte.

Also wurde schnell noch der Hund geschnappt und zur „Gassirunde“ vor das Haus gezerrt. Kaum draussen, kam dann schon der nächste Schock: Die Scheiben an meinem Auto waren nämlich total zugefroren, was bedeutete, dass ich nach der Hunderunde auch noch kratzen müsste. Nicht, dass ich eh schon viel zu spät dran gewesen wäre …

Auf halber Strecke fing es dann auch noch an zu schneien und dicke, fette Schneeflocken fielen geradewegs auf mich herab … was dazu führte, dass meine Frisur mich in Sekundenschnelle verließ – und somit dann aussehenstechnisch wirklich alles im Eimer war. An dieser Stelle frage ich mich wirklich immer, wie die eigentlich diese „Drei-Wetter-Taft-Werbung“ hinkriegen? Also mit meinen Haaren funktioniert das jedenfalls nicht – das habe ich getestet!

Im Büro angekommen stellte ich dann fest, dass mein Arbeitskollege nicht da war und mir fiel es plötzlich wieder siedendheiss ein, dass er mir das eigentlich bereits gestern schon angekündigt hatte, und ich deshalb auch heute früh superpünktlich sein sollte. Okay … das mit dem „pünktlich“ hatte sich ja jetzt erledigt … und eigentlich auch das mit dem „super“ im Allgemeinen, denn der Tag konnte definitiv nur noch besser werden.

Es lief dann sogar ein paar Stunden ganz o.k. – zwar nicht gut, aber ohne größere Zwischenfälle oder Schockereignisse. Und mit jeder weiteren Stunde hob sich auch meine Laune wieder etwas mehr und ich fing schon fast an, dem Tag noch etwas Gutes abzugewinnen. So schlimm war es ja auch eigentlich gar nicht, oder?

Punkt 17 Uhr hüpfte ich in mein Auto, musste dieses Mal noch nicht mal kratzen und freute mich schon auf zu Hause und ein Käffchen. Kaffeevollautomaten sind schon ‚was Feines … und es geht so schnell und easy. Man drückt einfach nur auf´s Knöpfchen und kann sich in der Zwischenzeit ganz getrost die Jacke ausziehen, die Tasche in die Ecke schmeißen und sich schon mal mental auf die kleine „Kaffee-Auszeit“ freuen.

Blöd wird es nur, wenn man dann aus dem Hintergrund dieses komische Geräusch hört und weiß, dass die Maschine jetzt irgendwas von einem will. Und in diesem Fall wollte sie Kaffeebohnen! Die natürlich – wie sollte es auch anders sein – leer waren … und zwar nicht nur in der Maschine, sondern auch grundsätzlich im ganzen Haus. Also gab es alternativ einfach nur ein Glas Wasser, was ja zumindest schon mal in die Richtung von Kaffee geht – nur eben ohne Kaffeebohnen (man muss sich das Ganze ja irgendwie schön reden).

Danach ging es dann noch schnell zum Hausarzt, um ein dringend benötigtes Rezept abzuholen. So war zumindest MEIN Plan. Mein Hausarzt hatte aber scheinbar ausgerechnet heute Urlaub geplant – einfach so und ohne mich zumindest einmal darüber zu informieren oder überhaupt mal zu fragen … Sachen gibt es! Und dabei hat er donnerstags eigentlich immer eine Abendsprechstunde von 17-19 Uhr. Zumindest fast immer. Nicht aber am Donnerstag, den 30ten!

Okay, spätestens damit hatte auch ich es endlich kapiert: Es ist nämlich ein völliger Aberglaube zu denken, dass Freitag der 13te ein Unglückstag ist! Es ist Donnerstag, der 30te … soviel steht für mich jetzt fest.

Aber, da ich nun eh schon unterwegs war, konnte ich ja auch gleich einkaufen gehen – wir brauchten ja Kaffee …

Also kämpfte ich mich durch einen völlig überfüllten Supermarkt und wunderte mich noch, warum ausgerechnet am Monatsende (!) jeder exakt zur selben Uhrzeit einkaufen gehen muss wie ich. Und mit JEDER meine ich jetzt leider wirklich jeder, denn prompt an der Kasse stand direkt vor mir mein (ehemaliger) Steuerberater, dem ich erst vor 2 Tagen in einer bitterbösen Mail „die Freundschaft“ gekündigt hatte.

Das braucht doch wirklich kein Mensch, oder?

Endlich, wieder zu Hause angekommen, erinnerte mich dann mein iPad an eine heutige Abendveranstaltung, zu der ich mich angemeldet hatte, die aber leider schon vor 1 Stunde begonnen hatte, 70 km entfernt von meinem Wohnort! Das konnte ich dann wohl vergessen, denn es war schon viel zu spät.

Was macht man also nach so einem Tag und dem angebrochenen Abend – den man jetzt so ganz plötzlich und unverhofft frei hat?

Die Antwort war schnell gefunden: Couch, TV und ein Glas Rotwein … manchmal hilft einfach nur noch Alkohol … 🙂

Hilfreich ist es dabei allerdings, wenn man auch tatsächlich Rotwein im Hause hat – was in meinem speziellen Fall, ausgerechnet heute Abend, leider nicht so war – wie ich vorhin erschreckend feststellen musste.

Es ist echt ein Trauerspiel!

ABER, ich habe noch eine Flasche Champagner „Veuve Cliequot Brut“ im Weinregal gefunden, die ich eigentlich mal irgendwann zu einem besonderen Anlass mit meinem „Männe“ trinken wollte.

Aber wenn nicht HEUTE, wann bitteschön dann?

Denn heute war einfach ein ganz besonderer Tag – mit extrem vielen Anlässen, die das einfach rechtfertigen.

Einen sowieso schon schönen Tag feiern, kann ja schließlich jeder!

Wir dagegen feiern Freitag, den 13ten am Donnerstag, den 30ten. 🙂

PROST!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verfasst von

Mein Faible für alte Immobilien, Interior (speziell Industrial) sowie Redesign und Reisen hat mich bewogen diesen Blog ins Leben zu rufen. Ihr werdet hier zukünftig also über alles Mögliche lesen ... größtenteils natürlich über das Leben, welches mich 24/7 begleitet :-)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s