Vorsätze für 2018

Die letzten Weihnachtsvorbereitungen laufen auf Hochtouren und der Tannenbaum steht auch schon – zumindest auf Terrasse und damit hat er 95% der Strecke bis zum endgültigen Standpunkt schon mal geschafft,- der Rest klappt dann auch noch, da bin ich ziemlich sicher 🙂

Die Kisten mit dem Christbaumschmuck haben auch schon den Weg vom Dachboden ins Erdgeschoß geschafft – es läuft also bisher alles ziemlich gut. Und DAS sogar 2 Tage VOR Hl. Abend, wer hätte das gedacht?

Nicht so gut laufen die Vorsätze für 2014 – wie ich soeben feststellen musste 😦

Jawohl – 2014! Ganz richtig gelesen.

Beim inspizieren der Christbaumschmuckkisten (was für ein Wort) fiel mir nämlich zufälligerweise ein handgeschriebener Zettel mit meinen Vorsätzen für das Jahr 2014 in die Hände, der da seinerzeit wohl scheinbar irgendwie reingerutscht sein muss. Und siehe da – die Liste könnte man für 2018 glatt so stehen lassen, denn

  • mehr Sport treiben
  • weniger rauchen
  • weniger arbeiten
  • mehr Zeit mit Familie/Freunden verbringen

ist eigentlich jedes Jahr mein Vorsatz. Insofern hätte ich die Liste eigentlich nur mehrfach kopieren müssen und nur die jeweilige Jahreszahl ergänzen müssen … wäre einfacher gewesen. Stattdessen setze ich mich aber Jahr für Jahr – meistens schon kurz vor Weihnachten – hin und überlege mir, was ich im darauffolgenden Jahr vielleicht besser, anders oder schöner machen könnte. (um es dann doch nicht einzuhalten – wie man an der Liste für 2014 sieht)

Deshalb habe ich mir gerade überlegt, dass diese „klischeehaftigen“ Neujahresvorsätze ja irgendwie doch nichts für mich sind und habe jetzt für das Jahr 2018 einfach keinen Vorsatz gefasst, sondern lediglich einen Wunsch notiert:

  • Das Leben leben!!!!!!!!!!!!!!!!!

Und ob ich dabei durch die Gegend jogge, eine Zigarette genieße, arbeite oder meine Zeit mit der Familie und/oder Freunden verbringe, ist völlig sekundär! Hauptsache ich bin in dem jeweiligen Moment glücklich & zufrieden mit mir selbst. Denn das Leben besteht aus unzähligen einzelnen Momenten und oftmals auch aus Kleinigkeiten, die uns glücklich und zufrieden machen und das Leben erst ausmachen. Ohne all diese kleinen Momente gäbe es das „große“ Glück doch gar nicht, denn es ist lediglich die Summe die zählt und uns in Erinnerung bleibt.

WOW – was für ein Text 🙂 Und das mitten im Weihnachtsvorbereitungsstress! Aber es muss doch einfach mal gesagt werden … bevor sich wieder alle Leute in den nächsten Tagen hinsetzen und krampfhaft mit ihren Neujahrsvorsätzen beschäftigen! (Die dann sowieso nicht eingehalten werden oder max. den Januar überleben)

Und wenn wir mal ehrlich sind, ist ja auch das Timing mit diesen Vorsätzen irgendwie blöd, denn MEHR SPORT TREIBEN – im Winter … kann man sich vielleicht noch vornehmen, wenn man gerne ins Fitnessstudio rennt, aber doch nicht unbedingt, wenn man lieber in der Natur joggt – so wie ich. Leute,- es ist schweinekalt Anfang 2018 und mit Daunenmantel, Schal, Handschuhen, Mütze und Stiefeln zu joggen ist nicht lustig!

Und auch der Vorsatz WENIGER ZU ARBEITEN klingt eigentlich ziemlich unrealistisch, denn die meisten Menschen haben nun mal sehr geregelte (und fremdbestimmte) Arbeitszeiten. Da kann man dann nicht einfach so plötzlich kurz nach Neujahr mal 2 Stunden später kommen und 2 Stunden eher gehen. Das kommt meistens nicht gut. Und selbst, wenn man bereits im Vorfeld gewisse Vereinbarungen in diese Richtung getroffen hat und vielleicht ab 01.01. anstatt Vollzeit dann nur noch Teilzeit arbeiten gehen darf, reduzieren sich die Kosten nicht automatisch auch um die Hälfte. Das ist wirklich so.

Das mit dem guten Vorsatz ist also immer so eine Sache …

wobei man natürlich bei einer Reduzierung der Arbeitszeit dann die andere Hälfte der Teilzeit mehr Zeit für Familie und Freunde hätte, das stimmt schon. Voraussetzung ist natürlich, dass die Anderen dann auch alle nur noch Teilzeit arbeiten oder einfach sonst irgendwie plötzlich die gewünschte „Mehrzeit“ haben.

Alles etwas schwierig unter einen Hut zu bringen. Man könnte auch sagen, dass man sich manche gute Vorsätze eigentlich gleich sparen kann, denn die Umsetzung gestaltet sich oftmals schwieriger als gedacht. Und was auf dem Papier dann so toll & easy aussah wird in der Umsetzung die reinste Tourtur.

Wie wäre es deshalb dieses Jahr einfach mal mit ein bißchen Realität? Niemand ist perfekt, alle müssen irgendwie ihr Geld verdienen, nicht jeder Tag ist ein Sonntag und auch nicht so schöne Augenblicke gehören zum Leben dazu. Entscheidend ist doch nur, wie es „unterm Strich“ nachher ist. Und wenn dann im Resultat im Großen & Ganzen alles passt, dann ist es doch gut. Und wenn nicht, dann ändert man eben ein paar Dinge.

Das Leben ist doch gar nicht schwer 🙂

Sich aber krampfhaft an irgendwelchen Vorsätzen festzuklammern, nur weil es jeder macht, macht nicht unbedingt zufriedener & glücklicher, denn mit Gewohnheiten zu brechen ist ja auch immer eine Form von Veränderung und „sich selbst verstellen“.

Und ich persönlich will mich gar nicht (länger) verstellen sondern einfach nur ich selbst sein und das (MEIN) Leben leben!!!!

Schei… auf die guten Vorsätze – es geht auch wunderbar ohne 🙂 Hat doch auch jetzt seit 2014 (mangels meiner Liste) wunderbar ohne geklappt.

In diesem Sinne

„Fröhliche Weihnachten“ und ein super glückliches & zufriedenes 2018, 2019, 2020 ff

 

 

 

 

 

Verfasst von

Mein Faible für alte Immobilien, Interior (speziell Industrial) sowie Redesign und Reisen hat mich bewogen diesen Blog ins Leben zu rufen. Ihr werdet hier zukünftig also über alles Mögliche lesen ... größtenteils natürlich über das Leben, welches mich 24/7 begleitet :-)

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