Über mich …

… ich bin 47 Jahre alt, verheiratet und Mama einer 18-jährigen Tochter.

Und irgendwie hatte ich schon immer bzw. sehr früh ein Faible für Interior und Einrichtung, denn schon als Jugendliche verging fast keine Woche in der ich nicht die Möbel in meinem Zimmer von rechts nach links verschoben habe, ständig neue Deko nach Hause schleppte oder die Zimmer meiner Freundinnen „aufpeppen“ durfte/musste.

Warum ich nicht damals schon beruflich diese Richtung eingeschlagen habe, ist mir heute noch Rätsel, aber ich hatte mich nach meinem Fachabitur für eine ganz klassische Ausbildung zur Bankkauffrau entschieden und bin – wie es sich für einen Banker eben gehört – dann dafür auch in die Stadt „der Banken“, also nach Frankfurt/Main, gezogen, habe später noch die Bankakademie besucht und bis zur Geburt meiner Tochter in der Kreditabteilung einer Genossenschaftsbank gearbeitet. Dadurch ist für mich das Thema „Immobilienfinanzierung“ eben auch nicht nur ein Begriff, sondern sehr viel mehr.

Vollzeitjob mit Kind war aber nicht das, was ich mir vorgestellt hatte, weshalb ich mich nach 2-jährigem Erziehungsurlaub auch für die Kündigung entschied und stattdessen ein 18-monatiges Fernstudium zur Immobilienmaklerin anfing – ich hatte ja, neben Pampers wechseln & Brei kochen, jetzt auch etwas Zeit 🙂

Aus persönlichen Gründen habe ich, nach Abschluss meiner Ausbildung zur Immobilienmaklerin, den Beruf der Immobilienmaklerin jedoch nie wirklich ausüben können, da ich in den Betrieb meines Vaters eingestiegen bin – für mich etwas völlig anderes und eigentlich komplett konträr zu dem was ich eigentlich konnte und machen wollte. Dort, in der Speditionsbranche, war ich dann über viele, viele Jahre (davon zuletzt sogar 7 Jahre als Geschäftsführerin) tätig.

Es gab gute und schlechte Tage, schöne und auch unschöne Momente – wie das vermutlich in jedem Job so ist. Aber es war für mich eben auch immer nur ein „JOB“ – nicht mehr und nicht weniger. Und ein Job sichert zwar im besten Falle die Existenz, macht aber nicht unbedingt zufrieden und schon gar nicht glücklich.

Dennoch kann man so einen Job über einen langen Zeitraum machen und sich damit auch arrangieren. Sei es aus Bequemlichkeit, aus moralischer Verpflichtung, aus finanziellen Gründen oder aus mangelnden Alternativen zu den entsprechenden Zeitpunkten. Bei mir war wohl von allem Etwas dabei.

Nichtsdestotrotz hatte ich über all die Jahre immer wieder Träume, Visionen, Vorstellungen und den Wunsch etwas zu tun, was mir wirklich Spass macht und nicht einfach nur Tag für Tag einen „8 to 5“ Job zu machen, der Zeit kostet und Geld einbringt, aber mich eigentlich überhaupt nicht interessiert.

Im Jahre 2015 laß ich dann in New York zufällig einen Artikel über „HomeStaging“ und war total fasziniert davon. Kaum war ich wieder zu Hause, fing ich auch gleich mit meinen Recherchen an, denn ich hatte bis dato zu diesem Thema in Deutschland noch nie etwas gehört.

Bei meinem Nachforschungen bin ich dann auf die „Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign e.V.“ (der übrigens einzige Verband in Deutschland) aufmerksam geworden, bei der ich dann im Juni 2015 auch meine Ausbildung zum HOMESTAGING PROFESSIONAL absolvierte.

Danach folgte die Gewerbeanmeldung, das Lesen unzähliger Bücher zu diesem Thema, weitere Recherchen etc., etc.

… et voilà … damit war mein Weg geebnet!

Und dennoch spürte ich instinktiv, dass das noch nicht alles war, was mich, meine Persönlichkeit, meine Stärken und meine Visionen ausmachte, denn auch beim Homestaging hat jeder seine eigene Handschrift, die man auch sehen darf und die letztendlich auch das i-Tüpfelchen ausmacht.

Mein Stil ließ sich aber nicht anhand deutscher Wohnbücher klassifizieren, denn er passte in keine Schublade so richtig rein. Nicht modern, nicht Landhausstil, nicht Retro und auch nicht pompös.

Aber wie es der Zufall so will, ergab sich auch hier die Antwort bei einem Aufenthalt in den USA – dieses Mal allerdings in Texas. Zu Besuch bei Freunden, zappten wir uns durchs abendliche TV-Programm und blieben immer wieder bei der Serie „Fixer Upper“ hängen, die mittlerweile auch hier über SIXX ausgestrahlt wird. Der dort gezeigte Einrichtungsstil beschreibt eigentlich am besten meinen eigenen Stil – eine Mischung aus Farmhouse-Style gepaart mit Industrial.

Natürlich passt dieser Einrichtungsstil nicht zu allen Immobilien, aber ich will ja auch nicht alle einrichten 🙂

Außerdem wird HomeStaging i.d.R. bei Bestandsimmobilien angewandt, also bei älteren Objekten. Und was passt da besser, als den alten Charakter eines Hauses wieder zum Vorschein zu bringen und so die Immobilie wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen??? Und oftmals ist es ja gerade die „Mixtur aus Alt und Neu„, die das Ganze erst so richtig interessant macht. Ich kombiniere deshalb auch unheimlich gerne alte Hölzer mit Edelstahl, Fundstücke vom Antiktrödelmarkt mit Interior von Riverdale, Light and Living oder auch mal alte Bruchsteinmauern mit modernen Kronleuchtern.

Und so ist für jede Zielgruppe, egal ob jung oder alt, auch wieder etwas dabei und die Zahl der potenziellen Interessenten wird nicht eingegrenzt 🙂

Für mich persönlich ist dieser Beruf die optimale Kombination, meine Erfahrung aus der jahrelangen Tätigkeit in der Bank, meinem Wissen aus dem Studium zur Immobilienmaklerin und der professionellen Ausbildung zur HomeStagerin, in Verbindung mit meinem Faible für Interior und Einrichung zu vereinbaren.

Und Dank meiner Teilnahme an der „MiniBlogst17“ kann ich darüber jetzt sogar noch bloggen – also was will man (oder besser gesagt „frau“) noch mehr 🙂